Feuchte Kälte und Schnee machen Katzen zu schaffen

Während unsere Stubentiger es sich am heimischen Heizkörper gemütlich machen, leiden ihre Artgenossen auf der Straße. Kälte und Nässe machen es frei lebenden Katzen im Winter besonders schwer.

In Gärten auf verlassenen Grundstücken, oder nah am Straßenrand – in den letzten Jahren trifft man immer mehr frei lebende Katzen an. Für die Tiere herrscht auf der Straße der nackte Kampf ums Überleben. Besonders im Winter, bei eisiger Kälte ist es für die Tiere nahezu unmöglich, Futter oder einen trockenen Platz zum Schlafen zu finden. Während Hauskatzen es sich am heimischen Heizkörper bequem machen dürfen, erfrieren ihre freilebenden Artgenossen auf der Straße im schlimmsten Fall sterben diese an Unterernährung.

Als domestizierte Haustiere sind Katzen nicht in der Lage, sich alleine zu versorgen. Sie haben es schlicht und einfach verlernt. Ein Tierschutzverein hilft, wo er nur kann. Mitarbeiter von Tierheimen und tierliebe Mitmenschen versuchen möglichst viele der frei lebenden Katzen an kontrollierten Stellen mit Futter zu versorgen. Manche Katzenliebhaber füttern ebenso freilebende Vierbeiner und versuchen über die harte Jahreszeit das Tier bis ins Frühjahr mit eigenen Mitteln zu versorgen. Doch manchmal sind einfach die Kapazitäten begrenzt. Teilweise gehen auch hier ältere Menschen an ihre finanziellen Reserven um diese Tiere vor dem Tod zu retten.

Aber auch das Überwintern kann man den Samtpfoten draußen erleichtern. Wer z.B. ein Gartenhaus besitzt, kann die Tür einen Spalt breit offenlassen, damit Katzen dort einen geschützten Platz zum Schlafen finden. Auch Futtermittel sollten nicht in Metallschalen gefüttert werden, da diese zu schnell das Futter abkühlen lassen und die Katzen Probleme bei der Verdauung bekommen. Sehr viele von den Tieren werden dann erbrechen und die Futterstelle meiden.

Das große Problem ist die jährlich steigende Anzahl von Jungtieren, die durch unterlassene Kastrationen herbei geführt wird. Immer mehr freilebende Katzen werden einfach ihrem Schicksal überlassen. Gründe hier sind natürlich unterschiedlich.Wer aber seine eigene Freigänger-Katze mit ausgewähltem Futter und Spielzeug verwöhnt, die Kosten für die Kastration aber spart, handelt verantwortungslos. Vielfach wird dann der unerwünschte Tiernachwuchs sich selbst überlassen oder im Tierheim vor dem Tor ausgesetzt. Jedes kranke oder tote Straßentier ist eines zu viel, und die Einstellung „Nach mir die Sintflut“, ist hier ebenso fehl am Platz wie „der Tierschutz wird sich schon kümmern“.