Ein Problem das auch vor ihrer Haustüre wachsen könnte

Herkulesstaude oder Riesen-Bärenklau, wie diese giftige Pflanze auch genannt wird, ist bei uns weit verbreitet.
Diese große, grüne Pflanze, trägt weiße Blüten und zieht wegen ihrer Schönheit besonders Kinder an. Die Wenigsten wissen aber, dass diese sehr giftig ist und deswegen 2008 zur Giftpflanze des Jahres gewählt wurde.

Warum ist diese harmlos erscheinende Pflanze für Mensch und Tiere aber so giftig? Der Saft der Pflanze setzt den Schutzmantel der Haut herab. Sobald danach die Sonne auf die Kontaktstelle scheint, kommt es zu Verbrennungen. Es bilden sich nässende Blasen, die über Wochen hinweg nicht abheilen und sogar Kreislaufprobleme, Atemnot und Fieber hervorrufen können. Bei besonders heißem Wetter reicht es sogar aus, sich auch nur in der Nähe des Bärenklaus aufzuhalten, weil er seine giftigen Stoffe, die sogenannten Furanocumarine, auch über die Luft verteilt. Gerade weil der Bärenklau vor allem in der Nähe von Flüssen, Bächen und auch an den Wegesrändern anzutreffen ist, stellt diese Pflanze ein hohes Risiko für Alle dar, die sich gerne in seinem Einflussbereich aufhalten.

Achten Sie deshalb unbedingt auch auf Ihren Hund. Ihr Vierbeiner schnüffelt gerne, buddelt in der Erde und kann sich dabei an der Pflanze verletzen. Sollte dies geschehen sein, dann sollten Sie umgehend nachstehenden Rat befolgen: Bei Kontakt mit dem Saft des Riesen-Bärenklaus, sollten Sie Ihren Spaziergang. umgehend abbrechen, mit Ihrem treuen Vierbeiner direkt den Heimweg antreten und dort die giftigen Stoffe des Bärenklaus möglichst schnell von der betroffenen Hautstelle entfernen. Bringen Sie Ihren Hund an eine dunkle Stelle, am besten in ein völlig abgedunkeltes Zimmer. Schützen Sie Ihren Hund vor starkem Lichteinfall und vor der Sonne. Die Verletzungen, die man sich zufügen kann, sind nässende, erhabene Knoten, die sich sehr schnell mit Wasser füllen können und immer größer werden. Nasenrücken, Lefzen und die Augen sind hier die am stärksten betroffenen Stellen. Sollten die Augen aber anschwellen oder sogar im schlimmsten Fall anfangen, zu bluten, dann ist es höchste Zeit den Tierarzt aufzusuchen.

Auch Sie sollten aufpassen und ebenfalls einen großen Bogen um diese giftige Pflanze machen. Sollte es doch zu einem Kontakt kommen, so befolgen Sie den oben stehenden Rat ebenso. Wird es schlimmer sollten auch Sie den Weg zum Arzt auf sich nehmen und sich behandeln lassen. Die Verletzungen können sehr schmerzhaft sein, sich entzünden und sogar über Wochen andauern.

Sie haben einen Riesen-Bärenklau im Garten?
Dann den oberen Teil der Wurzel ausgraben, seine Wurzeln zehn Zentimeter unterhalb der Erdoberfläche durchstechen und entfernen. Den Wurzelrest mit der Schnittstelle nach oben in den Müll legen. Schützen Sie sich auf jeden Fall wenn Sie diese Arbeit ausführen.

 

Weitere giftige Garten- und Zimmerpflanzen die Ihre Tiere unbedingt meiden sollten und schon gar nicht verzehren dürfen, finden Sie in untenstehender dargestellter Liste. Quelle: erste-hilfe-beim-Hund.de

Darauf sollte man als Hundehalter achten - Giftpflanzen meiden -